Femundsmarka Nationalpark: Ein Naturparadies in Norwegen
Femundsmarka nationalpark liegt im Osten Norwegens nahe der schwedischen Grenze (62.319355, 12.151682). Du findest hier weite Moorlandschaften, klare Seen und einsame Wälder. Die Region zählt zu einem der größten zusammenhängenden Wildnisräume Südskandinaviens.
Wenn du Ruhe und Weite suchst, ist dieser Ort eine stille Alternative zu Norwegens vollen Hotspots. Wenige Wege, wenig Infrastruktur bedeutet maximale Natur-Erfahrung. Das Gebiet ist Lebensraum seltener und verletzlicher Arten, deshalb gelten klare Regeln zum Schutz.
Die beste Reisezeit hängt von deiner Stimmung ab: Sommer mit hellen Nächten, Herbst und Winter bringen Schnee und zugefrorene Seen. In diesem Guide bekommst du praktische Tipps zur Anreise aus Deutschland, Startpunkten wie Elgå oder Synnervika, Wetter-Realität und Tourenideen.
Nach diesem Einstieg weißt du, für wen das Gebiet ideal ist: Trekking, Kanu, Angeln oder Wintersport. Bringe Respekt und eine rücksichtsvolle Grundhaltung mit – du bist Gast in einem empfindlichen Ökosystem.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Femundsmarka Nationalpark erleben: Lage, Landschaft und was dich erwartet
- 2 Anreise & Startpunkte: So kommst du aus Deutschland nach Elgå, Engerdal und Røros
- 3 Wetter, Jahreszeit, Tag und Nacht: Wann sich deine Reise besonders lohnt
- 4 Outdoor-Aktivitäten im Park: Wandern, Touren, Wasser und Winterabenteuer
- 5 Hütten, Camping & Regeln: Übernachten und Natur schützen
- 6 Fazit
- 7 FAQ
- 7.1 Wo liegt das Schutzgebiet genau und wie erreichst du es aus Deutschland?
- 7.2 Welche Landschaften und Seen erwarten dich vor Ort?
- 7.3 Wann ist die beste Reisezeit für Tages- und Nachtaufnahmen?
- 7.4 Welche Startpunkte und Zugänge sind am praktischsten?
- 7.5 Wie bewegst du dich am besten im Gebiet — mit dem Auto, Bus oder zu Fuß?
- 7.6 Welche Outdoor-Aktivitäten sind besonders zu empfehlen?
- 7.7 Brauchst du spezielle Lizenzen zum Angeln oder Paddeln?
- 7.8 Wie sicherst du deine Übernachtung — Hütten, Camping oder Hotels?
- 7.9 Welche Regeln gelten für Feuer, Müll und Hinterlassenschaften?
- 7.10 Darf man Mountainbiken und Drohnen fliegen?
- 7.11 Was musst du beachten, wenn du mit Hund unterwegs bist?
- 7.12 Welche Tiere kannst du erwarten und wie verhältst du dich bei Begegnungen?
- 7.13 Wie beeinflusst das Wetter deine Planung für Touren und Übernachtungen?
- 7.14 Welche Gefahren gibt es bei Mehrtagestouren und wie vermeidest du sie?
Wichtige Erkenntnisse
- Der Park bietet Ruhe, Weite und ursprüngliche Natur.
- Beste Reisezeit variiert je nach gewünschter Stimmung und Zeit.
- Startpunkte: Elgå und Synnervika erleichtern den Eintritt.
- Praktische Themen: Anreise, Wetter, Touren und Schutzregeln.
- Ideal für Trekking, Kanu, Angeln und Wintertouren im Norden.
Femundsmarka Nationalpark erleben: Lage, Landschaft und was dich erwartet
Zwischen dem großen See Femunden und der schwedischen Grenze erstreckt sich eine rauere, weite Natur, die du zu Fuß oder mit dem Boot erkunden kannst. Hier dominieren Stille, klare Luft und wenig Infrastruktur, deshalb ist Selbstplanung wichtig.
Zwischen Femunden und Schweden: Wo du dieses Gebiet findest
Der Park liegt östlich des Femunden in der Region Røros/Engerdal, in Richtung Schweden. Auf der schwedischen Seite schließen sich weitere Schutzflächen an und schaffen einen großen Wildnisverbund.

Typische Landschaft: karge Anhöhen, Wälder, Flüsse und stille Ufer
Die landschaft wechselt schnell: silbrig-graue Kiefern im wald, offene, steinige Höhenzüge und tiefe, wasserreiche Senken mit klaren seen. Uferzonen sind oft ruhig; hier bestimmst du das Tempo.
Der Ort Elgå dient als praktischer Ausgangspunkt, bietet einfache Infrastruktur und erhält doch den abgelegenen Charakter des Schutzgebiets. Erwarte keine ausgebaute Touristeninfrastruktur, sondern echtes Draußen-Sein mit Karte, Wind und Wetter.
Anreise & Startpunkte: So kommst du aus Deutschland nach Elgå, Engerdal und Røros
Plane deine Anreise so, dass die Fahrt selbst Teil des Erlebnisses wird. Viele Reisende wählen den Landweg über Dänemark und Schweden, oft kombiniert mit einer Fähre. Von Oslo aus erreichst du Engerdal in unter vier Stunden, ideal als zentraler Ort für deine Tour.

Mit dem Auto: Route über Dänemark/Schweden und Fahrt durch endlose Wälder
Mit dem Wagen fährst du meist in Etappen: Tagesetappen sind sinnvoll, damit du Pausen einlegst und die Fahrt nicht ermüdet. Die letzten Kilometer führen durch dichten Wald und an Seen vorbei — das ist schon Richtung Wildnis.
Mit Bahn und Bus: Öffentliche Verbindungen zu zentralen Einstiegen
Wenn du ohne Auto unterwegs bist, nutze Zug- und Busverbindungen nach Røros. Von dort bringen Regionalbusse oder lokale Transfers dich nach Elgå und Synnervika. Diese Option eignet sich besonders für lineare Mehrtagestouren.
Wichtige Zugänge im Überblick: Elgå, Synnervika, Drevsjø und weitere Approaches
Wichtige Einstiegspunkte sind Elgå (erste Infrastruktur), Synnervika (Røros-Nähe) und Drevsjø (Einkaufsmöglichkeit). Weitere Startorte: Feragsdammen, Jonasvollen und Svukuriset.
- Plane die Anreise nach Reisetag mit realistischen Etappen.
- Wähle Auto-Route über Dänemark/Schweden oder Fähre; ab Oslo ist Engerdal schnell erreichbar.
- Nutze Bahn/Bus nach Røros für umweltfreundliche Anreisen.
- Treffe die Startpunkt-Wahl nach Art der Tour: Tageswanderung, Mehrtagestour oder Bootsetappen.
- Einkaufstipp: Besorge Vorräte in Drevsjø, bevor du in entlegene Bereiche fährst.
Wetter, Jahreszeit, Tag und Nacht: Wann sich deine Reise besonders lohnt
Das Klima hier schwankt stark: warme, trockene Sommer treffen auf kalte, schneereiche Winter.
Du solltest deshalb deine Ausrüstung und Planung an das wetter anpassen.

Binnenklima verstehen
Im Binnenklima sind die Luft oft klar und die Sommer trocken.
Im Winter sind die Bedingungen rauer und schneesicherer als in vielen Küstenregionen.
Spätherbst bis Winter
Im Spätherbst fallen die ersten Schneeflocken.
Seen können stellenweise zufrieren und die Stimmung wird sehr ruhig.
| Saison | Typische Bedingungen | Planungstipp |
|---|---|---|
| Sommer | Warm, trocken, helle Nächte | Leichte Ausrüstung, Sonnen- und Mückenschutz |
| Spätherbst | Frostige Morgen, erste Schneefälle, vereiste Ufer | Puffer für Wetterwechsel, Reservezeit einplanen |
| Winter | Kalt, viel Schnee, zugefrorene See-Flächen | Winterausrüstung, stabile Route, Stirnlampe dabei |
Tag, Nacht und Fotografie
Im Sommer erlebst du sehr helle nächte mit langen, goldenen Stunden am tag.
Das bietet einzigartige Fotomotive.
Im Winter sind die Lichtfenster kurz.
Plane deine Etappen konservativ und nutze Stirnlampe und Reflektoren — auch an hellen Tagen helfen sie bei schlechter Sicht.
- Verteile Pufferzeit für unerwartetes wetter.
- Beachte: Wind und Feuchte am See wirken kälter.
- Wähle die zeit deiner Reise nach Aktivität: Wandern und Kanu im Sommer, Wintertouren bei stabilem Frost.
Outdoor-Aktivitäten im Park: Wandern, Touren, Wasser und Winterabenteuer
Die Region bietet dir ein Netzwerk aus markierten Pfaden und wilden Routen, ideal für Trekking und Paddeltouren. Du bekommst Optionen von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen touren, teils mit Anschluss nach Schweden.

Wandern & Trekking
Es gibt markierte und unmarkierte Wege sowie Verbindungen zu DNT-Routen. Rechne mit steinigen Passagen, sumpfigen Abschnitten und wiederholten Querungen von Wasserläufen.
Tipp: Gute Schuhe, Stöcke und großzügige Zeitplanung sind wichtig.
Mehrtagestouren
Mit Rucksack triffst du auf Fels, Moor und rutschige Stellen. Plane Wasser-Management: filter fließendes Wasser und fülle Vorräte, bevor lange Etappen folgen.
Kanu, Seen & Ufer
Paddeln auf ruhigen seen ist beliebt. Achte auf Wind, uferzugänge und sichere Lagerplätze, damit du entspannt am Abend ankommst.
Angeln & Flüsse
Typische Fänge sind Barsch, Forelle und Hecht; im Winter Saibling. Angeln ist attraktiv, aber nur mit Lizenz erlaubt. Flüssen und Bächen begegnet man oft bei Touren.
Winter & Wildlife
Schneeschuhwandern, Langlauf und Eisangeln sind in der kalten Jahreszeit verbreitet. Beobachte rentiere und Elche aus Distanz und vermeide Störung.
Nutze Aussichtspunkte auf Anhöhen, um die weite landschaft zu erleben, aber überschätze dich nicht: Orientierung, Wetterfenster und Reserven bleiben entscheidend.
Hütten, Camping & Regeln: Übernachten und Natur schützen
Du findest hier einfache Übernachtungsoptionen und klare Regeln, damit die Landschaft intakt bleibt. Nutze vorhandene Infrastruktur und plane deine tage so, dass du Vorräte in Elgå oder Drevsjø auffüllen kannst.

Unterkünfte vor Ort
Es gibt offene hütte mit Betten und Holzofen für einfache Nächte. Diese Hütten sind praktisch, wenn du trocken und warm schlafen willst.
Außerdem stehen DNT-Hütten mit mehr Komfort zur Verfügung. In der Region findest du Hotels und Pensionen, wenn du einen Pausentag planst.
Feuer, Müll und Spuren
Feuer sind vom 15. April bis 15. September verboten, außer bei deutlich geringer Brandgefahr. Verwende nur bestehende Feuerstellen und entzünde kein Feuer direkt auf Fels.
Alle Bäume sind geschützt — nimm kein Holz vom wald. Müll nimmst du komplett wieder mit; verbrennen oder vergraben ist nicht erlaubt.
Was nicht erlaubt ist
Drohnen fliegen ist untersagt ohne Sondergenehmigung. Radfahren ist nur auf drei Routen erlaubt: Feragen–Ljøsnåvollen, Langen–Nordvika–Svartvika und Elgå–Svukuriset.
Angeln und Jagd brauchen Lizenzen; motorisierte Eisbohrer sind verboten. Camping auf Inseln ist nicht gestattet.
Mit Hund unterwegs
Leinenpflicht gilt vom 1. April bis 20. August. In Rentiergebieten achtest du besonders auf Rücksicht, damit Tiere nicht gestört werden.
| Thema | Regel | Praxis-Tipp |
|---|---|---|
| Übernachtung | Offene Hütten, DNT-Hütten, Hotels | Erst Infrastruktur nutzen, dann in die Wälder/ans ufer |
| Feuer | Verbot 15.4.–15.9.; nur bestehende Stellen | Kein Feuer auf Fels; Holz nur vom Boden, nicht fällen |
| Müll & Hygiene | Mitnehmen; Toilettenloch ≥15 cm | Feuchttücher nicht liegenlassen; nichts vergraben |
| Verbot | Drohnen; Radfahren außer drei Routen | Informiere dich vorab über erlaubte Strecken |
| Hund | Leinenpflicht 1.4.–20.8. | Besondere Vorsicht in Rentiergebieten |
Fazit
Wer echte Abgeschiedenheit sucht, findet an den Seen und Ufern besonders eindrückliche Momente.
Der femundsmarka nationalpark überzeugt durch viel Natur, wenig Trubel und eine wechselnde landschaft zwischen Wald, Stein und Wasser.
Die Planungsformel ist einfach: wähle den Einstieg klug, kalkuliere deine tour realistisch und respektiere die Regeln. So wird jede Etappe entspannter und sicherer.
Highlights sind stille ufer, klare see-Abschnitte, helle Sommernächte und die Chance auf Tierbeobachtung aus Distanz.
Kombiniere dein Park-Erlebnis mit Ankerpunkten wie Elgå oder Røros, reise bewusst und hinterlasse keine Spuren. So bleibt die Natur auch für kommende Besucher ursprünglich.
